Die Pläne zur Errichtung eines Denkmals im Andenken an Persönlichkeiten „teutscher Zungen“ fasste Ludwig I. von Bayern früh. Bereits als Kronprinz gab er seit 1807 eine Vielzahl von Marmorbüsten in Auftrag, die er künftig in einem Ehrentempel versammelt wissen wollte. Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches beabsichtigte Ludwig I., mit der Walhalla an das gemeinsame Erbe aller Deutschen zu erinnern und eine nationale Identität zu schaffen. Im Gegensatz zur namensgebenden Halle der Gefallenen aus der nordischen Mythologie war sie nicht als Ruhmesstätte für das Militär gedacht, sondern auch für Männer und Frauen aus Wissenschaft, Kunst und Politik. Bis zur Niederlage Napoleons war an die Umsetzung eines solchen Projektes freilich nicht zu denken. Erst 1830 konnte der Architekt Leo von Klenze mit dem Bau beginnen und das dem Parthenon nachempfundene klassizistische Gedenkbauwerk erschaffen. Heute umfasst die Sammlung in der Walhalla 131 Büsten und 65 Gedenktafeln. Zuletzt wurde Max Planck in die Reihen der Geehrten aufgenommen.





