Über weite Strecken ist sie aber die Eigenleistung eines anonymen Bearbeiters, den die Forschung im Umfeld der Reformbewegung der „Devotio Moderna“ verortet und hinter dem sie den gelehrten Franziskaner Nikolaus Bucholt vermutet. Wie auch die Kölner ist die „Lübecker Bibel“ mit zahlreichen Glossen kommentiert. Gedruckt wurde das Werk in der Werkstatt von Steffen Arndes. Ihre hervorragende Druckqualität macht die „Lübecker Bibel“ mit ihren 152 Holzschnitten und Initialen nicht nur zu Arndes’ Meisterstück, sondern zu einer der bedeutendsten Inkunabeln des deutschsprachigen Raums. Als Volksbibel für den niederdeutschen Raum fand die „Lübecker Bibel“ weite Verbreitung. Von ihr werden aktuell 74 Exemplare in öffentlichen Einrichtungen weltweit bewahrt.





