Bedürfnisanstalten mit öffentlichem Zugang gab es bekanntermaßen zwar schon seit der Antike, doch der hygienische Standard ließ meist zu wünschen übrig. Nicht so bei dieser Einrichtung. Im Innenbereich wurde mit Mahagoniverkleidung und Armaturen aus Kupfer nicht gespart. Die Toilette verfügte über eine Wasserspülung und somit über den neuesten Stand der Entwicklung im Bad- und Sanitärbereich. Das stille Örtchen in der Fleet Street setzte sich damit deutlich von den gängigen Sickergruben ab, die sonst in der Stadt zu finden waren.
Der Komfort und die Ausstattung hatten allerdings ihren Preis. Für die Benutzung der Toilette mussten zwei Pence „Eintrittsgeld“ bezahlt werden, und für den Gebrauch von Wasch- oder Kleiderbürsten fielen weitere Kosten an. Trotz einer massiven Werbekampagne in der Londoner Tageszeitung „The Times“ und 50 000 Flugblättern, die über die Stadt verteilt wurden, zählte man lediglich 58 zahlende Gäste im ersten Monat. Der öffentlichen Toilette war daher zunächst kein Erfolg beschieden; wenige Monate später musste sie mangels Kundschaft wieder schließen.





