Der Schritt der Heeresleitung an die Öffentlichkeit wurde notwendig, weil die militärischen Zensurstellen die großen Mengen an Feldpostbriefen mit Beschwerden nicht mehr bewältigen konnten. Aufgrund der britischen Seeblockade wurde nämlich die Versorgungslage mit Lebensmitteln und Heizmaterial im Reich seit 1916 immer katastrophaler. Der Gipfel war die Hungerkrise des „Steckrübenwinters“ von 1916/17, der die Zivilbevölkerung in Verzweiflung stürzte. Ein völliges Verbot der „Jammerbriefe“ ließ sich jedoch nicht durchsetzen. Für Soldaten galt daher schließlich die Anweisung, bei Sturmangriffen keine persönlichen Gegenstände mehr mitzuführen, die in die Hände des Feindes hätten geraten können.





