Der königlich-preußische Oberhofbaurat Johann Heinrich Strack hatte das Denkmal bereits in den 1860er Jahren entworfen. Ursprünglich geplant als Siegesdenkmal in Erinnerung an den Krieg gegen Dänemark, veränderte sich die Bedeutung des Monuments durch die folgenden Kriege gegen Österreich und Frankreich ständig. Dreimal erfolgte die Grundsteinlegung, bis schließlich durch die Reichsgründung im Jahr 1871 die Siegessäule endgültig zum ersten Nationaldenkmal der Einigungskriege erkoren wurde.
Auf einer runden Terrasse ruht ein quadratischer Sockel, dessen Friesreliefs als Erinnerung an die vorangegangenen Kriege Schlachtenszenen darstellen. Auf dem Sockel ruht die Säule aus drei Trommeln, verziert mit erbeuteten Kanonen der drei feindlichen Armeen. Die Spitze schmückt eine vergoldete Bronze-Viktoria – im Berliner Volksmund schnell „Goldelse“ genannt. Die Siegessäule verblieb 65 Jahre an dieser Stelle, ehe sie von Albert Speer im Zuge der nationalsozialistischen Welthauptstadtpläne für Berlin auf den Großen Stern versetzt wurde. Dort steht sie, inzwischen ein weithin bekanntes Symbol, bis heute.





