Stauffenberg zählte zu den Führungspersönlichkeiten einer Widerstandsgruppe, die aus höheren Militärs und Personen aus dem Zivilleben bestand. Viele von ihnen hatten anfangs die Machtübernahme der Nazis begrüßt. Doch der Kriegsverlauf und auch der Massenmord an Juden und Jüdinnen und ließ die Gruppe den Umsturz wagen. Die Widerständler verfolgten ihr Ziel weiter trotz der Nachricht, Hitler habe die Detonation nur leicht verletzt überlebt. Die Nachwelt sollte wissen, dass nicht alle Deutschen die Verbrechen der Nazis unwidersprochen mittrugen.
Das Blutvergießen auf den Schlachtfeldern aber setzte sich fort: In den knapp zehn Monaten bis zum Kriegsende starben mehr Menschen als in allen vorherigen Kriegsjahren zusammen. Und auch die Rache des Regimes war blutig: Hunderte von Männern und Frauen des Widerstands und ihres Umfeldes wurden von Nazi-Häschern verhaftet, gefoltert und ermordet. Und nach Kriegsende wurden die Überlebenden des Widerstands noch lange nicht als Opfer des Unrechtsstaats anerkannt.





