Quellen belegen, dass die im Stift St. Thomas untergebrachten Knaben im Lauf der Zeit nicht nur dort, sondern auch in anderen Leipziger Kirchen sowie zu Festgottesdiensten der Stadt musikalische Dienste verrichteten. Daran änderte sich auch mit der Reformation, durch die Thomasstift und -schule mit allen Besitzungen an die Stadt Leipzig fielen, nichts. Im Gegenteil: Die Chorschüler wurden immer mehr zur festen kulturellen Einrichtung. Bis heute sind sie untrennbar vor allem mit dem Werk ihres berühmtesten Kantors, Johann Sebastian Bach, verbunden, doch ihr Repertoire geht weit darüber hinaus. Johannes Brahms übrigens lehnte eine Berufung zum Thomaskantor ab – offenbar fürchtete er in Leipzig eine zu strenge Kontrolle seines Lebenswandels.





