Die Demonstration war als Sternmarsch organisiert und in sieben verschiedene Gruppen aufgeteilt. Treffpunkt war der Londoner Hyde Park. Die Demonstrantinnen trugen weiße Kleider mit violetten und grünen Accessoires als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Suffragettenbewegung. Auf mehr als 700 Bannern und Plakaten wurden Forderungen nach Frauenwahlrecht und Gleichberechtigung kundgetan.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Bewegung für das Frauenwahlrecht bereits seit Jahrzehnten bestanden. Frauen waren jedoch weiterhin von politischen Entscheidungen ausgeschlossen und hatten kein Wahlrecht. Die Demonstration war ein öffentliches Statement, dass Frauen sich nicht mehr mit ihrer Rolle als Bürgerinnen zweiter Klasse zufriedengeben würden. Obwohl der „Women’s Sunday“ keine unmittelbaren politischen Auswirkungen hatte, war er ein wichtiger Moment in der Geschichte der Frauenbewegung. Denn die Suffragettenbewegung wurde in den folgenden Jahren immer stärker, und das Frauenwahlrecht wurde schließlich im Jahr 1918 in Großbritannien eingeführt.





