Der Kurfürst, enerviert durch die Eifersucht, die die Gräfin seiner polnischen Mätresse Maria Magdalena von Dönhoff entgegenbrachte, wandte sich schließlich von der Cosel ab, verbannte sie 1713 nach Schloss Pillnitz und forderte vergebens den Ehevertrag zurück, der zu einem Skandal geführt hätte, wäre er denn an die Öffentlichkeit gelangt. Als die Gräfin Cosel Ende 1715 nach Berlin floh, wurde sie für August den Starken zur Staatsfeindin. Auf sein Ersuchen wurde sie am 21. November 1716 in Halle festgenommen und ausgeliefert. Der sächsische Kurfürst ließ sie auf die Festung Stolpen verbannen, wo sie fast 50 Jahre später starb.





