Am 23. Juli 1164 zog der Erzbischof unter dem Jubel der Kölner mit seinem wertvollen Gepäck in die Stadt ein. Die Pilger strömten in Scharen in den romanischen Hildebold-Dom, wo die Dreikönigsreliquien den anderen dort verwahrten Heiltümern, darunter der Stab und die Ketten des heiligen Petrus, bald den Rang abliefen. Das Staunen der Gläubigen konnte später auch dem Dreikönigsschrein gelten, der meisterhaften Arbeit des Goldschmieds Nikolaus von Verdun, in den die Gebeine um 1220 umgebettet wurden. Schon da war der karolingische Dom für die Menschenmassen, die sich vor dem Reliquiar drängten, zu klein geworden. 1248 begannen daher die Arbeiten für einen gewaltigen gotischen Neubau, den Kölner Dom.





