Monteverdi, Kapellmeister am Herzogshof in Mantua, führte dort am 24. Februar 1607 anlässlich des Geburtstags von Francesco IV. Gonzaga mit dem Stück „L’Orfeo“ etwas völlig Neuartiges auf. „L’Orfeo“ war eine „Favola in musica“, eine in Musik erzählte Geschichte. Das Drama um Orpheus und Eurydike erzählte Monteverdi nicht nur durch vom Generalbass begleitete Rezitative und Chöre, sondern, weit über „La Dafne“ hinausgehend, auch mit emotionalen Arien und den Klangfarben des üppig mit Streichern und Bläsern besetzten Orchesters. Auf diese Weise markiert „L’Orfeo“ den eigentlichen Beginn der Bühnengattung „Oper“. Im Lauf der Jahrhunderte gerieten Monteverdis Opern in Vergessenheit und wurden einem breiteren Publikum erst wieder bekannt, als sie in den 1970er-Jahren von Vertretern der historisch informierten Aufführungspraxis wiederbelebt wurden.





