Doch Maria Theresia hatte eigentlich mit ihrem Erlass etwas gegen die immer wieder grassierenden Seuchen und Viehkrankheiten bewirken wollen. Erst der 1775 geschaffene Lehrstuhl für Viehseuchen an der medizinisch-chirurgischen Fakultät der Universität Wien rückte in diesem Sinn die landwirtschaftlichen Nutztiere in den Fokus. 1776 folgte die Eröffnung des „k. k. Thierspitals“. Wer in Wien Tiermedizin studieren wollte, musste allerdings approbierter Humanmediziner sein, denn noch weit bis ins 19. Jahrhundert hinein blieb die Veterinärmedizin auch institutionell mit der medizinisch-chirurgischen Fakultät verzahnt.





