Am 24. September 1789 beschrieb er in einem Vortrag vor der Berliner Akademie der Wissenschaften, wie er aus Pechblende, einem dunklen Mineralgestein, das aus der Erzgrube „Georg Wagsforth“ bei Johanngeorgenstadt im Erzgebirge stammte, mittels Essigsäure und Erwärmen ein schwarzes Pulver gewonnen hatte, das er zunächst Uranit, später Uran benannte – nach dem kurz zuvor entdeckten Planeten Uranus. Klaproth hatte das Element Uran entdeckt, und zwar als Oxid. Erst im 19. Jahrhundert gelang die Gewinnung reinen Uranmetalls sowie der Nachweis von dessen Radioaktivität. Klaproth aber, der nie selbst eine Universität besucht hatte, wurde 1810 erster ordentlicher Professor für Chemie an der Universität Berlin.





