Sein Erfolg machte den Sol-Kult populär. Denn Aurelian machte nicht denselben Fehler wie einst der junge Kaiser Elagabal (eigentlich Marcus Aurelius Antoninus), der den Kult um den Sonnengott Elagabal aus Emesa „importiert“ hatte. Diesen Gott hatten die Römer immer als zu frivol und fremd empfunden. Aurelian dagegen knüpfte nahtlos an die römische Sonnenverehrung an. Am 25. Dezember 274 weihte der Kaiser dem Sol Invictus einen großen Tempel an der Via Flaminia und entschied, dass dieser Tag reichsweit Feiertag sein sollte. Alle vier Jahre wurden zu diesem Anlass Wettkämpfe ausgetragen. Die Römer nahmen es freudig auf, und möglicherweise führte gerade die Beliebtheit des Sonnenkults dazu, dass die Christen später den Geburtstag Christi auf die Nacht zuvor verlegten.





