Während die Vertriebenen verzweifelt nach einer neuen Heimat suchten und einige Familien bis nach Berlin zogen, wurde aus dem Judenviertel „Am Unteren Werd“ die Leopoldstadt: Die erst 1650 gestiftete Neue Synagoge wurde abgerissen und an ihrer Stelle die Leopoldskirche errichtet. Das Fehlen der jüdischen Gemeinde kam Wien indes bald teuer zu stehen, nicht zuletzt in Form ausbleibender Steuereinnahmen. Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde es Juden daher zunehmend wieder erlaubt, sich in der Stadt niederzulassen.





