Für seine erste Transfusion behandelte Blundell einen Patienten mit einem fortgeschrittenen Magenkarzinom. In einem verzweifelten Heilversuch, das Leben des Patienten zu verlängern, transfundierte er etwa 400 Milliliter Blut von mehreren Familienmitgliedern. Dieses wurde mittels einer Spritze in die Blutgefäße des Patienten injiziert. Trotz der primitiven Technik und des fehlenden Wissens über Blutgruppen überlebte der Patient weitere 24 Stunden, bevor er verstarb. Ungeachtet des tragischen Ausgangs ebnete dieser wegweisende Eingriff den Weg für die Weiterentwicklung der Bluttransfusionstechniken im Lauf der folgenden Jahrhunderte. Blundells Arbeit führte unter anderem zur Entwicklung von Blutbanken, zur Identifizierung von Blutgruppen und zur Einführung von Tests zur Bestimmung der Verträglichkeit zwischen Spender- und Empfängerblut.





