Trotz der deutlichen Verbesserungen für die Arbeiterschaft zog sich der Gesetzgebungsprozess über mehrere Jahre hin, denn die Republikanische Partei sowie Demokraten aus dem Süden als Interessenvertreter der Arbeitgeber und Grundbesitzer torpedierten das Gesetz. Doch auch einige der großen Gewerkschaften opponierten vehement: Staatlichen Dirigismus hielten sie für Teufelswerk. Zudem fürchteten sie um ihre Autonomie in den Tarifverhandlungen, in denen für einige Bereiche schon weit bessere Abschlüsse ausgehandelt worden waren als die nun projektierten Lohnstandards. Ebenso schwer wog die Furcht, dass für Arbeitgeber ein staatlicher Mindestlohn schnell die Maximalentlohnung darstellen könnte – ohne weiteren Spielraum nach oben. Schließlich aber brachte die durchsetzungsstarke Arbeitsministerin Frances Perkins das Gesetz gegen alle Widerstände durch den Kongress.





