Am 29. November 1830 stürmten Kadetten der Warschauer Militärakademie unter Führung des jungen Offiziers Piotr Wysocki das Schloss Belvedere in Warschau. Die Gefangennahme des Großfürsten Konstantin scheiterte, doch der Funke der Revolution war nun entzündet. Und tatsächlich verliefen die ersten militärischen Gefechte für die polnische Unabhängigkeitsbewegung durchaus vielsprechend. Doch auf die Dauer geriet die polnische Armee gegen die zahlenmäßig übermächtigen Russen ins Hintertreffen. Im September 1831 erfolgte die Rückeroberung der Stadt Warschau. Damit war der November-Aufstand nach knapp einem Jahr gescheitert. Infolge der polnischen Niederlagen flohen rund 50 000 Revolutionäre nach Westen, wo ihnen große Sympathien entgegengebracht wurden. Die in Polen gebliebenen Aufständischen wurden dagegen von einer Verhaftungswelle erfasst und viele anschließend nach Sibirien geschafft.





