So strahlend der Stern Raleighs aufgegangen war, so schnell verglühte er nach dem Tod Elisabeths im Jahr 1603. Noch im selben Jahr wurde er wegen angeblichen Hochverrats gegen ihren Nachfolger Jakob I. zum Tod verurteilt. Nicht wenige Zeitgenossen hielten das für eine Justizposse und einen Tiefpunkt der englischen Rechtsprechung. Immerhin wandelte der König die Strafe zu Festungshaft im Tower um, ehe er Raleigh 1617 begnadigte. Dieser aber wurde schon 1618 erneut verhaftet. Er war gerade von einer Expedition nach Guayana zurückgekehrt, wo seine Männer eine Stadt niedergebrannt hatten. Die vom König 1603 ausgesetzte Todesstrafe müsse wegen dieser Untat nun vollzogen werden, so forderte der spanische Botschafter, und Jakob I., der den Frieden mit Spanien nicht gefährden wollte, musste zustimmen. Am 29. Oktober 1618 wurde Sir Walter Raleigh enthauptet.





