Das bekam de Marigny gleich nach dem Tod Philipps IV. 1314 zu spüren, als Karl zum engsten Vertrauten und Ratgeber von Philipps Sohn und Nachfolger Ludwig X. wurde. Auf sein Betreiben hin ließ der König Enguerrand de Marigny festnehmen und in den Kerker werfen. Veruntreuung, Korruption, Münzverschlechterung – die Liste der Anklagepunkte war lang. Verteidigen konnte sich der Beschuldigte nicht, es kam nie zu einem Prozess. De Marigny hätte vielleicht mit Verbannung davonkommen können, doch da fügte Karl noch einen Anklagepunkt hinzu: Zauberei. Und so wurde Enguerrand de Marigny zum Tod verurteilt und am 30. April 1315 in Montfaucon gehängt. Erst 1317, als Ludwig X. gestorben war und Karl von Valois seinen politischen Einfluss verloren hatte, wurde er postum rehabilitiert, und seine sterblichen Überreste wurden christlich bestattet.





