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Der Aufstand der Magnaten
Zeitpunkte · 30. April 1664

Der Aufstand der Magnaten

Die zeitgenössische Darstellung zeigt die an der Verschwörung beteiligten Magnaten Petar Zrinski, Franz III. Nádasdy und Fran Krsto Frankopan sowie deren Hinrichtung im April 1671. mauritius images / K.J.Donell /Alamy / Alamy Stock Photos

Es gärte unter den ungarischen und kroatischen Adligen. Und zwar nicht erst, seit Kaiser Leopold I. 1664 einen „Schandfrieden“ mit den Osmanen geschlossen hatte, der Gebietsabtretungen an die Türken beinhaltete. Auch der Katholizismus der Habsburger und überhaupt ihre absolutistische Herrschaft über Ungarn sorgten für immer größeren Unmut. So schlossen ungarische und kroatische Magnaten unter Führung der hochrangigen Staatsmänner Petar Zrinski, Franz II. Wesselényi und Fran Krsto Frankopan ein geheimes Bündnis gegen Leopold I. von Österreich. Auch der steirische Graf Hans Erasmus von Tattenbach zählte zu den Rädelsführern. Über Jahre versuchten sie, ausländische Verbündete für ihre gemeinsame Sache zu gewinnen: in bewaffnete Rebellion gegen den Kaiser zu treten.
Autor
DAMALS-Redaktion
01. April 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Als die Magnaten 1670 endlich losschlagen wollten, war ihre Verschwörung längst nicht mehr geheim. In Wien wusste man bestens über ihre Pläne Bescheid, und kaiserlichen Truppen gelang es, die Aufständischen in Kroatien zu stellen. Den Anführern wurde der Prozess gemacht, und am 30. April 1671 folgte die Hinrichtung. Doch Ruhe kehrte daraufhin nicht ein. Leopold ging hart gegen die beteiligten Adelsfamilien vor, ließ sie faktisch enteignen und trieb die Gegenreformation in Ungarn voran. Viele Adlige flohen ins benachbarte Siebenbürgen. Ihre antihabsburgische Haltung war stärker denn je, und so lösten sie die Kuruzenaufstände aus, die 1683 zum Großen Türkenkrieg führten.

AdelsfamilienMagnaten

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