Die Aktivistin geriet ins Fadenkreuz der Justiz, als bei einer Gefangenenbefreiung vier Menschen starben. Davis war daran nicht beteiligt, doch eine der mitgeführten Waffen war auf sie zugelassen. Das FBI setzte Angela Davis auf die Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher der USA; bei einer Verurteilung hätte ihr die Todesstrafe gedroht. Insbesondere aus der DDR erfuhr die Bürgerrechtlerin große Unterstützung. Während ihrer Haftzeit soll sie von dort rund eine Million Briefe und Postkarten mit dem Aufdruck „Free Angela“ erhalten haben. Zum Dank besuchte Davis gleich nach ihrer Entlassung Ost-Berlin, Leipzig und Magdeburg. Allein in Leipzig feierten sie mehr als 200 000 Menschen.





