Der Berg Conto, dessen Lavezstein man unter anderem den Wohlstand verdankte, brachte auch das jähe Ende. Der unkontrollierte Abbau des Gesteins hatte den Berg so unterhöhlt, dass es schließlich zur Katastrophe kam. Am Abend des 4. September 1618 lösten sich drei bis vier Millionen Kubikmeter Gestein und begruben Piuro und das benachbarte Chilano (Schilan) fast vollständig unter sich. In Chiavenna vermeinte man, den Donner von Kanonen zu hören, notierte ein Zeitgenosse. Über die Anzahl der Opfer gibt es verschiedene Angaben, sie reichen von 1000 bis 2000 Menschen. Gleich nach dem Unglück veranlasste man Ausgrabungen an den Unglücksorten, und bis ins 20. Jahrhundert begab man sich immer wieder auf die Suche nach dem Piuro, wie es vor der Katastrophe gewesen war.





