Unter seiner organisatorischen Ägide kam es fünf Monate nach Kriegsende, am 5. Oktober 1945, zur „ersten zentralen Parteikonferenz“ der SPD seit der Weimarer Republik. Zum Treffpunkt war das Bahnhofshotel Petersen im niedersächsischen Wennigsen unweit von Hannover, dem Lebensmittelpunkt Schumachers, auserkoren worden. Teilnehmende waren Delegierte aus den SPD-Bezirken der Westzone und Mitglieder des Exilvorstandes in London. Ebenso war der von der sowjetischen Besatzungsmacht anerkannte Berliner Zentralausschuss der SPD zur Zusammenkunft eingeladen. Auch ohne offiziellen Beschluss wurde deutlich, dass für viele Genossinnen und Genossen ein Zusammengehen mit der KPD nicht in Frage kam. Trotz der Freude über das Wiedersehen herrschte bei den Beteiligten tiefe Trauer darüber, dass unzählige von den Nazis ermordete Genossinnen und Genossen diesen Tag nicht mehr erleben durften.





