Dem kometenhaften Aufstieg folgte der tiefe Fall. Waldmanns Ziel war, die Stellung der Patrizier zugunsten der Zünfte zu beschneiden. Und er nahm keine Rücksicht auf Bedürfnisse der Bevölkerung. Als er im Februar 1489 wegen Wildschadens die Tötung der Hunde von Bauern anordnete, begehrte die Landbevölkerung auf. Nun entlud sich auch der aufgestaute Hass der Stadtbevölkerung, die er mit zahlreichen Verboten und Einschränkungen gegängelt hatte. Obendrein hatte er sich schon Jahre zuvor als Diplomat durch Geschäfte mit Mailand und dem Habsburgerreich so manchen Gegner in der Eidgenossenschaft geschaffen. All dies holte ihn nun ein. Hans Waldmann wurde im April 1489 verhaftet, gefoltert und nach einem Schnellverfahren am 6. April 1489 in Zürich durch das Schwert hingerichtet.





