Doch auch die „richtige“ Krönung drückte die Legitimation eines Königs aus. Während der Welfe am traditionellen Krönungsort Aachen vom Kölner Erzbischof als dem „richtigen“ Koronator geweiht und gekrönt wurde, empfing Philipp erst Monate nach seiner Wahl in Mainz Weihe und Krone aus den Händen des burgundischen Erzbischofs Aimo von Tarantaise. Dafür war er jedoch im Besitz der Reichsinsignien. Papst Innozenz III. sprach sich zwar nach Prüfung aller Argumente für Otto IV. aus, doch gelang es Philipp, immer mehr Fürsten der Gegenseite für seine Herrschaft zu gewinnen. Sogar der Kölner Erzbischof wechselte das Lager und erkannte Philipp Anfang Januar 1205 als König an. Und der konnte nun symbolträchtig die fehlerhafte Königskrönung revidieren: Er ließ sich, nun in allen Punkten „richtig“ und rechtmäßig, am 6. Januar 1205 von Adolf von Köln in der Pfalzkapelle zu Aachen zum König weihen und krönen.





