Als Karl I. aus anhaltender Finanznot 1628 doch nicht umhinkam, ein neues Parlament einzuberufen, sah er sich einer breiten Opposition gegenüber, die sich gegen seine Willkürherrschaft und Missachtung geltenden Rechts empörte. Am 7. Juni 1628 verabschiedete das Unterhaus die „Petition of Right“, die königliche Willkürakte künftig verhindern sollte. Darin forderten die Mitglieder keine neuen Rechte, sondern die Einhaltung bereits bestehender, wie sie etwa in der „Magna Charta“ niedergelegt waren: keine willkürlichen Inhaftierungen mehr, keine Erpressung von Abgaben, neue Steuern nur mit Billigung des Parlaments, Aufhebung des Kriegsrechts. Karl I. unterzeichnete das Dokument zwar, um an dringend benötigte Kredite zu gelangen, hatte aber nie vor, sich daran zu halten. Dennoch gilt die „Petition of Right“ als bedeutendes Dokument der englischen Verfassungsgeschichte.





