1667 veranstaltete die Académie royale auf Colberts Initiative hin die erste öffentlich zugängliche Kunstausstellung, die am 9. April eröffnet wurde. Der „Salon de Paris“ war geboren. 15 Tage lang präsentierten Akademiemitglieder im Palais Brion ihre Malereien und Skulpturen dem interessierten Publikum. Mehrere hundert Besucher soll der erste „Salon de Paris“ angezogen haben. Fortan sollte der Salon alle zwei Jahre stattfinden, und in der Tat wurde der nächste im Jahr 1669 eröffnet, diesmal im Salon Carré du Louvre, der der Ausstellung ihren nun bleibenden Namen gab. Mitte des 18. Jahrhunderts zog der „Salon de Paris“ in die Grande Galerie du Louvre um. Da war er bereits ein international beachteter Höhepunkt des Kunstbetriebs geworden. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Salon zum Pilgerort für hunderttausende Künstler, Sammler, Händler und Kunstfreunde aus allen Schichten und aller Welt. Paris war damit zum Ort geworden, an dem definiert wurde, welche Kunst als maßgeblich galt. Und im Salon ausstellen zu dürfen, war so das Ziel eines jeden Künstlers.





