Als gegen 13 Uhr noch keine Entscheidung getroffen war, begaben sich etwa 40 Männer ins Münster. Einer von ihnen zerstörte dort eine Altartafel, woraufhin die Domherren die Türen zum Münster verschließen ließen. Doch eine aufgebrachte Volksmenge, der alle Heiligenbilder als „Götzenwerk“ und Ablenkung von Gott und Christus galten, ließ sich davon nicht aufhalten: Sie drang gewaltsam ein. Das war der Auftakt zum Bildersturm in Basel, bei dem die Kunstwerke im Münster und in den Kirchen St. Ulrich, St. Alban, St. Peter und der Predigerkirche zerstört wurden. „Von den Standbildern ist weder in den Kirchen noch in den Vorhallen noch in den Kreuzgängen irgendetwas verschont geblieben. Was gemalt war, wurde mit Kalk übertüncht. Was man verbrennen konnte, warf man auf den Scheiterhaufen, alles andere wurde Stück für Stück zertrümmert“, berichtete der Augenzeuge Erasmus von Rotterdam erschüttert.





