Mao selbst soll den despektierlichen Namen gebraucht haben, als er im Mai 1975 seine Frau Jiang Qing davor gewarnt hatte, durch allzu radikale Positionen die Kommunistische Partei Chinas und die gesamte Gesellschaft zu spalten: „Ich sagte euch bereits, ja keine ‚Viererbande‘ zu bilden. Warum tut ihr das dennoch?“ Mit „ihr“ meinte Mao neben seiner Frau die drei weiteren Ultralinken Wang Hongwen, Zhang Chunqiao und Yao Wenyuan. Diese ehrgeizigen Politiker hatten sich in der Kulturrevolution durch radikales Auftreten „bewährt“ und versuchten nun, im sich abzeichnenden Kampf um Maos Nachfolge ihre Positionen einzunehmen. Treibende Kraft war Jiang Qing, die ihr schauspielerisches Talent bewußt für ihre Machtpolitik einsetzte. Als Mao im Oktober 1976 starb, verlangte die Witwe, anstelle des pragmatischeren Hua Guofeng zum Vorsitzenden des Zentralkomitees gewählt zu werden. Doch statt der Wahl kam es zur Verhaftung: Gestützt auf die Machtbasis im Militär, gelang es Hua, die vier Radikalen ins Gefängnis werfen zu lassen. Fast vier Jahre später erst wurden sie wieder aus der Versenkung geholt. Der inzwischen an die Macht gelangte Deng Xiaoping wollte ein betont rechtsstaatlich aufgemachtes Verfahren inszenieren. Am 25. Januar 1981 erging das Urteil: Wegen „konterrevolutionärer Verbrechen“, Sabotage und Verfälschung der Lehre Maos wurden Jiang Qing und Zhang Chunqiao zum Tod verurteilt, Yao Wenyuan erhielt eine 20jährige, Wang Hongwen eine lebenslange Haftstrafe. In „Lebenslang“ wurden die beiden Todesurteile später ebenfalls umgewandelt. Jiang Qing verbüßte ihre Strafe, bis sie 1991 im Alter von 77 Jahren wegen ihres Krebsleidens vorzeitig entlassen wurde. Im Mai desselben Jahres erhängte sie sich.





