Gernot Trausmuth hat sich in einem lesenswerten Buch mit Adelheid Popp befasst und schildert zu Beginn, wie diese ihren Weg zum politischen Engagement fand. Dabei kann er sich auf Popps bemerkenswerte und auch von Zeitgenossen schon viel gelesenen Memoiren „Die Jugendgeschichte einer Arbeiterin“ stützen. Adelheid Popp kritisierte vor allem die „geistige Vernachlässigung der Arbeiterinnen“ und engagierte sich im Arbeiterinnenbildungsverein. Doch damit nicht genug: Sie wollte auch auf der politischen Bühne aktiv werden, was ihre männlichen Mitstreiter zunächst nur widerwillig zuließen. Aufhalten aber ließ sich die temperamentvolle Rednerin dadurch nicht.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Gernot Trausmuth
„Ich fürchte niemanden“
Adelheid Popp und der Kampf für das Frauenwahlrecht
Mandelbaum Verlag, Wien/Berlin 2019, 303 Seiten, € 19,–





