Wir lernen mit Walther die Facetten des Staates im „langen 18. Jahrhundert“ kennen, erleben das Zeitalter Ludwigs XIV., werden über die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Großmächten informiert und begleiten die Europäer in Übersee, von Südamerika bis Fernost. Vollends wird die Betrachtungsweise global, wenn Walther den Siebenjährigen Krieg als „Weltkrieg“ bezeichnet, in den keineswegs nur Preußen und Österreich, sondern viele andere Staaten verstrickt waren (siehe das Titelthema DAMALS 6-2021). Misslingende Balancen und ausgebliebene Reformen führten schließlich zur Revolution. Ein neues Zeitalter brach an, in dem unter anderem eine radikalisierte Aufklärung wirkmächtig wurde.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Gerrit Walther
Staatenkonkurrenz und Vernunft
Europa 1648–1789
Verlag C. H. Beck, München 2021, 368 Seiten, € 18,95





