An den Beginn seines opulenten Bildbandes über antike Bildmosaiken stellt der Autor Bernard Andreae, bis 1995 Erster Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom, eine Erklärung für die Entstehung dieser Kunstform: Das Bild aus strapazierfähigem Steinmaterial diente den Griechen und Römern beim Essen, das sie liegend einnahmen, als Augenschmaus. Insgesamt werden etwa 100 Mosaiken vorgestellt, alle in hervorragender Reproduktion, oft ergänzt mit zusätzlichen Detailaufnahmen im Maßstab eins zu eins. Die meisten Bildmosaiken sind aus Italien, vor allem aus Pompeji, bekannt, aber auch in Griechenland und Spanien sind sie erhalten geblieben. Bevorzugt wurden Landschaften und Tiere dargestellt, aber auch Mythologisches, das Theaterleben oder Szenen aus dem Alltag wie Fischer bei der Arbeit oder Jagdvergnügen sind zu finden. Eine Frühform dieser Bildmosaiken sind Kieselmosaiken, die bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. entwickelt wurden. Seit der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts perfektionierte man die Bildherstellung durch die Verwendung von feinen würfelförmigen Steinchen, die nach Bedarf eingefärbt wurden. Es entstanden wahre Meisterwerke wie das berühmte Alexander-Mosaik, dem Andreae ein eigenes Kapitel widmet.
Rezension: Talkenberger, Heike





