Kurz nach dem Jahr 100 n. Chr., während der Regierungszeit des römischen Kaisers Trajan, war der Tiber wieder einmal über seine Ufer getreten und hatte weite Teile der Flusslandschaft um Rom verwüstet. Gaius Plinius, Neffe des berühmten Naturforschers gleichen Namens, schildert in einem Brief an seinen Freund Macrinus die Ausmaße der Überschwemmung: „Ist denn bei euch das Wetter auch so aufgewühlt und trüb? Hier herrschen unablässig Stürme und zum wiederholten Male Überschwemmungen. Der Tiber hat sein Bett überschritten und übergießt hoch die Niederungen am Ufer. Trotz des Grabens, den der höchst vorausschauende Kaiser hat ausheben lassen, bedrängt er [der Tiber] die Täler, füllt die Äcker mit Wasser, und überall, wo der Grund eben ist, könnte man das Flusswasser selbst für den Boden halten …“ (Plinius, „Briefe“ VIII, 17). …
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