Vom 9. bis zum 15. April 202 feierte die Stadt am Tiber wie im Rausch; zuerst die Hochzeit, dann das zehnjährige Thronjubiläum des Severus und schließlich seine Siege im Osten. Finanziert wurde all das ausschließlich von Plautian, dessen Reichtum legendär war. Er soll seiner Tochter eine Mitgift übereignet haben, die für 50 Senatorentöchter gereicht hätte. Prunkvolle Gastmähler und Circusspiele mit exotischen Tieren hielten die Römer in Atem. Plautian, auf dem Höhepunkt seiner Macht, schien endgültig unangreifbar. Doch er hatte nicht mit dem unbedingten Machtwillen seines Schwiegersohns gerechnet. Drei Jahre später fädelte Caracalla eine Intrige ein, an deren Ende Plautian umgebracht und Plautilla ins Exil geschickt wurde.





