In der Ausstellung treffen die berühmten Comic-Helden auf ihre keltischen Wurzeln. In bester Asterix-Tradition entwickelt sich eine spannende Entdeckungsreise durch die Geschichte von Kelten und Römern, die den keltischen Ursprung des Asterix-Mythos erlebbar macht. Zeichnungen und Bilder der Asterix-Väter René Goscinny und Albert Uderzo treten in einen Dialog mit archäologischen Exponaten aus der Zeit des Gallischen Krieges und der gallo-römischen Epoche. Erstmals in Deutschland sind im Weltkulturerbe Völklinger Hütte Asterix-Zeichnungen von René Goscinny und Albert Uderzo zu sehen. Mit 128 Blättern aus allen 34 Asterix-Bänden bietet “Asterix & Die Kelten“ auch international den größten Überblick an Zeichnungen und Bildern der beiden geistigen Väter des französischen Kult-Comics. Insgesamt sind mehr als 600 Ausstellungsstücke und archäologische Funde in der Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zu bestaunen. Die Besucher erleben, wie ein Asterix-Comic entsteht. Zu den 34 Asterix-Bänden sind Bleistiftzeichnungen, Tuschezeichnungen und kolorierte Blätter zu sehen. Die Besucher bekommen so einen Einblick in die Werkstatt von René Goscinny und Albert Uderzo. Bilder mit Asterix-Figuren, die berühmte Gemälde zitieren, Computerspiele und Fanartikel zeigen die Faszination des Asterix-Mythos in der Gegenwart. Die kulturhistorische Asterix-Ausstellung in der Gebläsehalle im Weltkulturerbe Völklinger Hütte entstand in Kooperation mit LES ÉDITIONS ALBERT RENÉ / GOSCINNY-UDERZO. Nach dem großen Erfolg der Ausstellung “Die Kelten – Druiden. Fürsten. Krieger.“ mit nahezu 200.000 Besuchern im Jahr 2010/2011 präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit “Asterix & Die Kelten“ nun den populärsten Mythos, der sich aus der keltischen Kultur entwickelt hat. Die Ausstellung “Asterix & Die Kelten“ verlängert das Keltenjahr nach 2012. Vor 2.500 Jahren war die Großregion, mit dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg und Wallonien ein bedeutendes Zentrum keltischer Kultur. Die Ausstellung “Asterix & Die Kelten“ setzt einen besonderen Fokus auf den Teil des Gebiets, das Gaius Julius Cäsar im “Bello Gallico“ als “Gallien“ bezeichnet. “Die große Asterix-Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte lädt die ganze Familie zu einer Entdeckungsreise durch die Welt der Gallier und Römer ein. Die Faszination des erfolgreichsten europäischen Comics ist in seiner ganzen Bandbreite zu erleben. Die Ausstellung zeigt, dass das Universum von Asterix und Obelix eine ganz große Fantasie unserer Zivilisation ist. Erstmals werden Asterix und Obelix-Zeichnungen von René Goscinny und Albert Uderzo in diesem Umfang in Deutschland gezeigt. Die Ausstellung ermöglicht zudem einen Blick zu den archäologischen Wurzeln des Mythos, mithilfe archäologischer Exponate aus acht Sammlungen“, sagt Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Die faksimilierten Originalzeichnungen zeigen, wie René Goscinny und Albert Uderzo sich in den Asterix-Heften intensiv und kreativ mit der keltischen Kultur beschäftigen. Keltische und römische Exponate aus der Zeit des Gallischen Krieges machen den historischen Hintergrund der Asterix-Comics erlebbar. Die Ausstellung zeigt aber auch, mit welcher Lust und Ironie der Gallische Krieg in “Asterix“ durch den Kakao gezogen wird und wie aus dem sagenumwobenen Volk der Kelten sympathische Identifikationsfiguren werden. Der historische Hintergrund der Asterix-Serie, der Kampf Römer gegen Kelten, ist förmlich mit Händen zu greifen. Römische und keltische Waffen lassen die Schlachten von Alesia (an die sich im Asterix-Universum niemand erinnern will) und Gergovia (den ruhmreichen Sieg der Gallier über die Römer) wiederauferstehen. Dem berühmten Gemälde von Lionel-Noël Royer, auf dem der gallische Anführer Vercingetorix seine Waffen an Cäsar abgibt, steht die Persiflage dieses Bildes im ersten Asterix-Band “Asterix der Gallier“ gegenüber. Eine keltische Münze aus dem Jahr 52 v. Chr. gibt einen Eindruck davon, wie der antike Vercingetorix ausgesehen haben mag. Dem Dudelsack des Barden Troubadix wird die keltische Carnyx zur Seite gestellt, eine Kriegstrompete, aus dem die Kelten nach antiker Überlieferung erstaunliche und befremdliche Töne erklingen ließen. Eine Asterix-Zeichnung, auf der sich Obelix rasiert, wird zusammen mit einem antiken Rasiermesser ausgestellt. Exponate aus der gallo-römischen Epoche zeigen, wie sich keltische und römische Kultur nach dem Gallischen Krieg vermischt haben. Im Plauderton geht es so durch die Geschichte der Kelten und Römer. Die Besucher erfahren die Hintergründe so mancher Asterix-Szene. Sie treffen auf den keltischen Furor – die Angriffslust der Kelten, die in den historischen Quellen beschrieben wird und sich in der Streitlust der Asterix-Gallier wiederfindet. Und dürfen sich an dem entspannten und humorvollen Tonfall der Begleittexte erfreuen, der auch die Asterix-Bände prägt. Menschenopfer gibt es im Asterix-Universum nicht, dafür aber eine ganze Menge Wildschweinbraten. Und Obelix sammelt Helme statt Köpfe. “Asterix und die Kelten“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt, wie Cäsar das Wort im Munde umgedreht und sein “Bello Gallico“ lustvoll umgeschrieben wird. Die Kultur der römischen Soldaten wird in “Asterix“ nach Strich und Faden veralbert. Immer für einen Lacher gut ist Cäsars Dauerclinch mit seinem “Sohn Brutus“. Und dann gibt es da noch das wohlbekannte gallische Dorf, das dafür sorgt, dass eben nicht “ganz Gallien“ besiegt ist. “Asterix & Die Kelten“ bietet einen Überblick zu René Goscinnys und Albert Uderzos Kult-Comic und spiegelt die Entwicklung der Asterix-Reihe über die Jahrzehnte. Es werden Asterix-Zeichnungen und Szenarien ausgestellt, die besondere und charakteristische Momente der Comic-Serie von 1959 bis 2009 zeigen. Natürlich dürfen die klassischen Asterix-Szenen im Weltkulturerbe Völklinger Hütte nicht fehlen: der Panoramablick auf das “kleine uns wohlbekannte gallische Dorf“, das abschließende Festmahl und die Prügelei der Dorfbewohner. Asterix-Fans können sich auf die ersten Seiten aus “Asterix der Gallier“ freuen, mit denen die Erfolgsgeschichte der Comic-Serie begann. Und auch die Seite aus “Tour de France“, auf der erstmals das Hündchen Idefix auftaucht, ist in der Gebläsehalle zu sehen. Zu den ausgestellten Zeichnungen zählen bekannte Gags wie Obelix Sprung in ein römisches Thermalbecken, die Streitereien zwischen dem Schmied Automatix und dem Fischverkäufer Verleihnix sowie Cäsars legendäre Wutausbrüche. Aber auch Parodien auf zeitgenössische Phänomene wie den obligatorischen Stau in Paris (Lutetia) oder auf James Bond sind in der Ausstellung zu finden. Insgesamt werden 128 Blätter aus allen 34 Asterix-Bänden gezeigt. Dadurch bietet sich den Besuchern ein einzigartiger Überblick über die Entwicklung und Historie der Asterix-Serie. Der Ausstellungsteil “Asterix im Museum“ zeigt, wie der Mythos Asterix in Parodien berühmter Gemälde weiterlebt. Ein nachgebautes gallisches Dorf lässt die Heimat von Asterix und Obelix in der Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte lebendig werden. Spielkonsolen, Asterix-Filme und natürlich alle Asterix-Hefte zum Schmökern sorgen dafür, dass die Fans des kleinen Galliers auf ihre Kosten kommen. “Die Ausstellung “Asterix & Die Kelten“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte ähnelt einem begehbaren Asterix-Band. Sie macht großen Spaß und nebenbei kann man noch etwas über die Geschichte der Kelten und Römer lernen“, sagt Meinrad Maria Grewenig. “Asterix & Die Kelten“ entstand in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Beraterteam, zu dem der deutsche Asterix-Übersetzer Klaus Jöken und Dr. Franz-Josef Schumacher vom Museum für Vor- und Frühgeschichte in Saarbrücken zählen. Schirmherr der Ausstellung ist Philippe Cerf, der französische Generalkonsul der Republik Frankreich im Saarland. Ab Januar 2012 wird in Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes eine öffentliche Vortragsreihe im Weltkulturerbe Völklinger Hütte angeboten. In den kostenfreien Vorlesungen erklären Experten verschiedene Aspekte des Asterix-Mythos.
Zu der Ausstellung erscheint ein schön bebilderter Begleitband, in dem die Szenen aus dem Asterix-Comic den jeweils zugeordneten archäologischen Objekten bzw. inhaltlich dazu passenden Gemälden gegenübergestellt werden. Der Begleitband ist zweisprachig (deutsch/französisch). Dabei kann man manche verblüffende Entdeckung machen – beispielsweise dass das Abschlussbankett in “Asterix bei den Belgiern” eine geradezu geniale Adaption von Pieter Brugels “Bauernhochzeit” ist…





