Die Darstellung beginnt in der Antike, als das Einhorn zunächst von antiken Zoographen (die von der Existenz der Tiere überzeugt waren) nach den wissenschaftlichen Kriterien ihrer Zeit beschrieben wurde. Anschließend skizzieren die Autoren, wie die Menschen im Mittelalter diese Vorstellungen aufgriffen, das Einhorn aber zunehmend als christliches Symbol auslegten. Schließlich zeigt das Buch, wie das gehörnte Pferd in der höfischen Kultur des hohen Mittelalters Karriere machte. Und der Leser erfährt, wie Gelehrte im Lauf der Neuzeit herausfanden, dass es sich bei den ausgestellten „Einhörnern“ in den Wunderkammern der Fürsten tatsächlich um Stoßzähne des Narwals handelte.
Rezension: Dr. Anna Joisten
Bernd Roling/Julia Weitbrecht
Das Einhorn
Geschichte einer Faszination
Carl Hanser Verlag, München 2023, 176 Seiten, € 24,–





