Das Parthenon, der Tempel der Athene Parthenos, gilt noch heute als Wahrzeichen Athens. 480 v. Chr. war sein Vorgängerbau von den Persern zerstört worden; erst 447 v. Chr. wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Perikles, dem zu diesem Zeitpunkt führenden Politiker Athens, war es gelungen, die Volksversammlung für dieses Projekt zu gewinnen. Die Kosten wurden weitgehend aus der Kasse des – gegen die Perser geschlossenen – Attischen Seebundes bestritten. Perikles war der Meinung, da Athen seine militärischen Aufgaben hinlänglich erfüllte, könne es die Bundesmittel für den Tempel verwenden, zumal der Tempel selbst auch ihr künftiger Aufbewahrungsort werden sollte. Auf dem höchsten Punkt der Stadt, genau in der Mitte der Akropolis, wurde der Tempel von den Architekten Iktinos und Kallikrates, wohl unter der Oberleitung des Phidias, erbaut und bis 432 fertiggestellt. Kommissionen des Volkes überwachten den Bau. Bis zum 26. September 1687 blieb das berühmte Gebäude erhalten. An diesem Tag jedoch traf eine Granate der venezianischen Belagerer die Cella des Tempels, in der die seit 1456 die Stadt beherrschenden Türken ihr Pulver aufbewahrten, und sprengte sie in die Luft. Nur die äußere Säulenfassade des fast 2000 Jahre alten Gebäudes blieb erhalten, doch auch die Reste vermitteln noch heute einen Eindruck von seinem einstigen Glanz.





