Mindestens drei Jahre länger als ursprünglich geplant müssen die Berliner auf den Wiederaufbau des Stadtschlosses warten – so hat es die Bundesregierung heute auf einer Pressekonferenz in Berlin verkündet. Aufgrund von Sparmaßnahmen wird der Baubeginn zunächst von 2011 auf 2014 verschoben. Der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, hat sich anlässlich der Entscheidung nun für eine gedankliche Neuorientierung auf dem Berliner Schlossplatz ausgesprochen. „Der Beschluss des Bundeskabinetts ist nicht nur eine Sparmaßnahme. Seit Jahren rückläufige Spenden ebenso wie jüngste Umfrageergebnisse beweisen, dass die Rekonstruktion der barocken Fassade und das Humboldt-Forum in weiten Teilen der Öffentlichkeit keinen Rückhalt haben. Dies ist nicht nur eine Frage der Architektur, sondern auch des Nutzungskonzepts, das nicht überzeugt. Die bisherige Idee des Humboldtforums wirkt zusammengewürfelt und ist in sich nicht schlüssig. Nach einem jahrelang politisch und ideologisch geprägten Streit muss über die Bebauung des Schlossareals neu nachgedacht werden“, sagte Oswalt.





