Als König Otto I. 936 in Aachen zum König gesalbt und gekrönt wurde, verfügte sein Reich in einigen Regionen noch längst nicht über feste Grenzen. Besonders östlich von Sachsen stellten die dort lebenden heidnischen Slawen eine immerwährende Bedrohung für ihre christlichen Nachbarn dar. Durch die gezielte Errichtung von Markgrafschaften an der Mittel- und Niederelbe erhoffte sich Otto die militärische Abwehr der Sorben, Liutizen, Redarier und Obodriten. Gleichzeitig jedoch galt sein Interesse der Missionierung dieser Slawenstämme, die er in sein christliches Reich einzugliedern gedachte. Dazu bedurfte es jedoch einer straffen kirchlichen Organisation. Am 1. Oktober 948 errichtete er in Magdeburg im Beisein zahlreicher Bischöfe und Fürsten des Reiches und mit Zustimmung des päpstlichen Legaten Marinus die Bistümer Brandenburg und Havelberg. Beide wurden dem Mainzer Erzstuhl untergeordnet und sollten fortan im Zentrum der Slawenmission zwischen Elbe und Oder stehen. Wie sehr diese Bistumsgründungen Teil eines weit ausgreifenden Missionsplanes waren, zeigt die Errichtung des Erzbistums Magdeburg durch den König im Jahr 968, dem nun Brandenburg, Havelberg, Meißen, Merseburg und Zeitz als Suffraganbistümer eingegliedert wurden. Indes war der Ostpolitik, die Otto I. so planvoll begonnen hatte, kein unmittelbarer Erfolg beschieden. Nach einem verheerenden Angriff der Liutizen 983 wurden sowohl Brandenburg als auch Havelberg in Schutt





