Berlin ist eine geschichtsträchtige Stadt und demzufolge besichtigen die Touristen, die täglich zu Tausenden durch die deutsche Hauptstadt wandeln, unzählige Sehenswürdigkeiten von historischer Bedeutung. Der Berliner Links Verlag hat nun zwei zeitgeschichtliche Reiseführer herausgegeben, die sich als „Führer zu den Spuren der Vergangenheit“ verstehen. Der Band „Berlin 1933-1945“ setzt sich ausführlich mit den Zeugnissen der Nazi-Zeit auseinander. Anhand einer Reihe detaillierter Karten und Grafiken sowie kurzer, aber genauer Erläuterungen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten, schlägt Maik Kopleck dem Berlinreisenden verschiedene Routen durch die Stadt vor, wobei diese wie der Reiseführer nach Themenschwerpunkten abgefasst sind. So befasst sich Kopleck ausführlich mit dem Regierungsviertel sowie Innenstadt- und Außenbezirken und erläutert an Ort und Stelle die Pläne Hitlers und seines Baumeisters Albert Speer zur Errichtung der „Welthauptstadt Germania“. Schauplätze des Bombenkriegs sowie des Endkampfes um Berlin werden ebenso besprochen und verortet, wie das außerhalb der Stadt gelegene Konzentrationslager Sachsenhausen. Der zweite Band führt den Leser durch das geteilte Berlin. Das grobe Gerüst des Vorgängerbandes wurde übernommen, nur fokussiert Kopleck in „Berlin 1945-1989“ zusätzlich Örtlichkeiten, die in Bezug zu den Schwerpunktthemen Wiederaufbau, kalter Krieg und Berliner Mauer stehen.
Rezension: Habermehl, Axel





