Zahlreiche Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände aus Asien, Afrika und Südamerika fanden ihren Weg über koloniale Verbindungen in die Sammlungen des brandenburgisch-preußischen Hofes. Davon zeugen zum Beispiel Möbelstücke aus Elfenbein aus dem 17. Jahrhundert. Die koloniale Geschichte Brandenburgs und Preußens reicht bis in die Zeit des Kurfürsten Friedrich Wilhelm zurück. So war die unter ihm gegründete Brandenburgisch-Afrikanische Compagnie aktiv am transatlantischen Sklavenhandel beteiligt. Bis ins 19. Jahrhundert wurden versklavte Menschen an den preußischen Hof gebracht, wo sie etwa als Diener und Dienerinnen arbeiten mussten. Die Ausstellung spürt dieser kolonialen Vergangenheit anhand ausgewählter Objekte nach und erinnert an das Leben und Schicksal der aus Afrika stammenden Menschen. Die Objekte der Ausstellung werden zudem durch Interventionen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler kommentiert.





