Klassische Kopfbedeckungen verschwinden aus dem öffentlichen Bild, neue Moden wie die Baseballcap oder südamerikanisch beeinflusste Mützenformen tauchen auf und lösen den steifen Hut, die Schiebermütze, den Elbsegler ab. Auch Damenhüte sind heute eher exotische Erscheinungen, die wir von Hochzeitsfotos der Boulevardpresse kennen. Das kunst- und kulturhistorische Rosgartenmuseum Konstanz widmet diesen Phänomenen des Zeitgeists eine ebenso unterhaltsame wie anschauliche Reise durch die Mode- und Bedeutungsgeschichte von Kopfbedeckungen: Hüte, Hauben, Helme, Mützen, Brauchtumsstücke und Amtstrachten erzählen von Funktionen und tiefer Symbolik des Kopfschmucks. Neben alltagsgeschichtlichen Objekten, militärischen Prunkstücken, Taufhäubchen und eleganten Damenhüten vom 17. bis 20. Jahrhundert aus der reichen Sammlung des Rosgartenmuseums und von privaten und öffentlichen Leihgebern, sind Kopfbedeckungen berühmter Menschen zu sehen: Unter anderem können Originalstücke von Fürst Otto von Bismarck, Großherzog Friedrich I., den Dichtern Eduard Mörike, Viktor von Scheffel, Erich Kästner und Heinrich Hansjakob, Kaspar Hauser, Hermann Hesse, Otto Dix, Konrad Adenauer, Papst Johannes Paul II. und anderen Prominenten gezeigt werden. Die Schau erzählt Geschichten über kronengeschmückte Regenten, behelmte Krieger, romantisch gewandete Revolutionäre und unangepasste Köpfe der Geschichte.





