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Bunte Fastnachtshochburg im späten Mittelalter
Geschichte & Archäologie

Bunte Fastnachtshochburg im späten Mittelalter

Im späten Mittelalter zählte die Reichsstadt Nürnberg zu den wichtigsten Schauplätzen der Fastnacht. Herzstück war der „Schembartlauf“, einer der ältesten Fastnachtsbräuche Zentraleuropas. 1449 erteilte der Nürnberger Rat den städtischen Metzgern die Erlaubnis, mit Masken verkleidet durch die Stadt zu ziehen. 1468 verkauften die Metzger das Privileg an die Patrizier. Diese machten daraus einen repräsentativen Umzug mit Feuerwerk, aufwendig gestalteten Kostümen und geschmückten Festwagen – eine Idee, die bald auch andernorts aufgegriffen wurde. Mit der Reformation verlor Nürnberg seinen Status als Fastnachtshochburg jedoch wieder.
Autor
DAMALS-Redaktion
28. Januar 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Geschichte & Archäologie

An diese kurze Phase der Stadtgeschichte erinnert nun die Ausstellung „Fastnacht. Tanz und Spiele in Nürnberg“ im Germanischen Nationalmuseum, die noch bis zum 15. Februar 2026 zu sehen ist. Im Zentrum stehen die sogenannten Schembartbücher. In diesen aufwendig gestalteten Handschriften dokumentierten die Bewohner der Stadt die Schembartläufe. Neben Berichten über denkwürdige Episoden – etwa eine Massenschlägerei mit wallonischen Kaufleuten – enthalten sie auch zahlreiche farbige Illustrationen.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Nürnberg

AufwendigGestaltetenNürnberg
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