Quidde stützte sich bei der Entwicklung des wirkmächtigen Begriffs „Caesarewahn(sinn)“ auf die Kaiserdarstellung bei Sueton und Cassio Dio, wie der an der Universität Mainz lehrende Althistoriker Thomas Blank zeigt. Nicht bewusst war dabei dem Mann des 19. Jahrhunderts, dass die beiden römischen Historiographen bereits auf tradierte Stereotype zurückgegriffen hatten. Diese bezogen sich auf den Topos des „schlechten Kaisers“ bzw. des „Tyrannen“, der einem „guten Herrscher“ gegenübergestellt wurde.





