Carl Friedrich von Rumohr (1785-1843), Zeitgenosse Heinrich von Kleists, war einer der wirkungsmächtigsten Dilettanten der deutschen Kultur: Künstler und Förderer der Künste, Agrarhistoriker, Literat und Gastrosoph. In der Ausstellung “Kunst, Küche und Kalkül. Carl Friedrich von Rumohr und die Entdeckung der Kulturgeschichte” des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder) spielt die enge Beziehung Rumohrs zu Ludwig Tieck, dem ersten Herausgeber der Werke Heinrich von Kleists, eine besondere Rolle. In Kooperation mit dem Museum Behnhaus Drägerhaus in Lübeck und der Rumohr-Gesellschaft in Berlin sowie in Anlehnung an die Lübecker Ausstellung gleichen Titels von 2010 wird in der Frankfurter Präsentation der Bogen zu Rumohrs Tätigkeit für die Berliner Gemäldegalerie und, in Korrespondenz zu seinen Untersuchungen zur Bewässerung der Mailänder Ebene, zur Trockenlegung des Oderbruchs geschlagen.