Als der demokratische US-Senator Frank Church Golda Meir zu Hause besuchte, konnte er es kaum glauben: Die neue israelische Ministerpräsidentin stand in der Küche und machte für ihn Frühstück. Verblüfft fragte Church, ob er ihr helfen könne. Meir antwortete: „Ja, mit F4-Phantom-Kampfflugzeugen, Luftabwehrraketen und dabei, den sowjetischen Juden die Emigration zu ermöglichen.“
Golda Meir (1898–1978), Spitzname „Eiserne Frau“, scherte sich nicht um Konventionen oder Formalitäten. Ihre ungehobelte Art war ebenso legendär wie ihr Sinn für Humor – auf die Aussage des US-Politikers Robert Kennedy, dass er sich in 20 Jahren einen jüdischen Präsidenten vorstellen könnte, antwortete sie: „Wir haben einen. Nützt auch nichts.“





