Im Winter des Jahres 52 v. Chr. brach in dem von Rom unterjochten Gallien ein Aufstand los. Es begann im Land der Karnuten, wo sich – Caesar zufolge – alljährlich die Druiden aller Gallierstämme versammelten, um Streitigkeiten beizulegen. In der Stadt Cenabum, dem heutigen Orléans, richteten die Karnuten ein Massaker unter den dort lebenden Römern an. Das war vermutlich kein spontaner Ausbruch aufgestauten Hasses, sondern eine von langer Hand geplante Kriegserklärung. Die Karnuten hatten nicht die Absicht, sich allein gegen den mächtigen Feind zu stellen. Auf Rom kam etwas zu, mit dem es bisher nicht gerechnet hatte: ein geeintes Gallien, das ihm geschlossen die Stirn bot.
Daher fand der Aufstand schon am Abend desselben Tages im Land der Arverner seine Fortsetzung. In der Stadt Gergovia, nahe dem heutigen Clermont-Ferrand, verkündete der junge Adlige Vercingetorix (um 82 – 46 v. Chr.), der Tag des Aufbegehrens sei gekommen. Vercingetorix war der Sohn des Fürsten Celtillus, der über die Arverner geherrscht hatte, aber in seinem Streben nach größerer Macht von den eigenen Stammesbrüdern getötet worden war.





