Im Februar 1973 schaute plötzlich die ganze Welt auf den kleinen Ort Wounded Knee mitten in der Prärie South Dakotas. Über Wochen lieferten sich hier Indianer und US-Regierungstruppen die längsten und heftigsten Kämpfe seit dem 19. Jahrhundert. Aus einer lokalen politischen Auseinandersetzung unter den Bewohnern des Pine-Ridge-Reservats, die in der Besetzung von Wounded Knee gipfelte, war nach der Belagerung des Ortes durch Polizei und Militär ein symbolträchtiger Kampf der amerikanischen Ureinwohner für Rechte und Anerkennung geworden.
Wounded Knee war schließlich nicht irgendein Ort in der Prärie. Genau hier hatten am 29. Dezember 1890 Truppen der US-Armee eine Gruppe von etwa 350 Lakota-Indianern unter ihrem Häuptling Big Foot mit Gewehren und Kanonen zusammengeschossen. Nur wenige Lakota entkamen, die Zahl der Opfer wird auf etwa 300 geschätzt. Bis heute erinnern das Massengrab und ein Gedenkstein auf einem Hügel in Wounded Knee an dieses für die Lakota so traumatische Ereignis, das in der amerikanischen Geschichtsschreibung das Ende der Indianerkriege markiert.
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 02/2013.
Dr. Peter Bolz





