Besser kann man ein Museum kaum verstecken. Wer die Schätze einer der ältesten Sammlungen ägyptischer Kunst in Europa erkunden möchte, muss buchstäblich in den Untergrund des Kunstareals in der Maxvorstadt hinuntersteigen. Steht man vor dem Gebäude der Filmhochschule, gegenüber der Alten Pinakothek, fällt der Blick eine Rampe hinab auf eine 17 Meter hohe Betonwand mit einer winzig erscheinenden Eingangstür. Ähnlichkeiten mit den Scheintüren, die in ägyptischen Gräbern den Zugang zum Jenseits symbolisieren, sind offensichtlich.
Im Innern des vom Architekten Peter Böhm entworfenen Neubaus führt eine flache Treppe noch tiefer unter die Erde. Doch den Besucher erwartet dort keine Gruft-Atmosphäre. Im Gegenteil: Aus einem Innenhof, der mit hohen Pfeilern begrenzt ist, fällt Tageslicht in die Säle. „Hinuntersteigen ins Licht“ nennen das die Museumsmacher.
Der Umzug des Museums vom früheren Standort in der Residenz am Hofgarten wurde genutzt, um die Ausstellung mit ihren rund 2000 Objekten neu zu konzipieren. Die Skulpturen erhielten mehr Raum; mit viel Abstand von den Wänden können sie nun von allen Seiten betrachtet werden. In 13 Themenräumen sind die Exponate mal thematisch, mal chronologisch angeordnet. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 06/2014.
Dr. Armin Kübler





